Britta Gregel Tagesmutter

        qualifiziert und liebevoll

Lage

Unser Haus liegt am Ende einer Sackgasse eines verkehrsberuhigten Bereiches. Wir haben bei unseren Spaziergängen einen direkten Zugang zu Feld- und Wanderwegen sowie auch zu einem nahe gelegenen Spielplatz. 
  

Ausstattung der Tagespflege

Die Tagespflege findet vorrangig in einem speziell ausgestatteten ca. 40qm großen Bereich unseres Hauses mit separatem Eingang statt. Außerhalb der Kernzeiten, oder in den Schulferien spielen wir auch schon mal in unserem Wohnzimmer, wo auch nochmal eine Spielkiste zur Verfügung steht. Für die Mittagsruhe gibt es einen gesondert abgeteilten Schlafbereich. Komplettiert wird die Ausstattung durch altersgerechte Hygieneausstattung in einem separaten Bad mit Wickelbereich, Kleinkindertoilettensitz und Waschbereich.     
Es gibt eine kleine Einbauküche, in der Frühstück, Zwischenmahlzeiten und Mittagessen  frisch zubereitet werden. Hier steht auch ein Esstisch mit mehreren Kinderstühlen zur Verfügung.
Der Spielbereich ist unterteilt in eine Mal- und Bastelecke, einen großen Spiel-und Baubereich, mit Klettermöglichkeit und kleiner Rutsche, einem Bälle-Becken, verschiedene Schaukelmöglichkeiten, sowie eine Kuschelecke mit kleiner Couch, wo gesungen und vorgelesen wird. Die Spielangebote werden regelmäßig ausgetauscht, um immer wieder neue Impulse zu wecken. Es gibt einen kleinen Eingangsbereich mit Garderobe für die Kinder, von wo man direkt in den Außenbereich gelangt.

Zu unserem Haus gehören auch ein kleiner eingezäunter Garten mit Sandkasten und Spielhaus, sowie einige Fahrzeuge, wie Bobby Cars, Laufrad, Dreirad, oder Roller und im Winter Schlitten.

Hier kann auch je nach Alter des Kindes eine Krabbeldecke mit altersgerechtem Spielzeug im Schatten ausgelegt werden. 

 

 

Betreuungszeiten und Anzahl betreuter Kinder

Die Kernzeiten liegen  Montag bis Freitag zwischen  7:30 Uhr und 14:30Uhr. Darüber hinaus gehende Randzeiten können individuell abgestimmt werden. Als Tagesmutter im Bereich des häuslichen Umfeldes dürfen maximal 5 Kinder unter 3 Jahren gleichzeitig betreut werden. Um eine für mich ideale Betreuung zu gewährleisten, beschränke ich mich momentan auf maximal 3 Kinder.

 

Besonderheiten

Mir ist es sehr wichtig mit den Tageskindern und meinen Kindern in der Natur unterwegs zu sein und Diese zu entdecken. Es geht bei Wind- und Wetter mit entsprechender Kleidung nach draußen. Frische Luft gibt es also jeden Tag reichlich. Hier können unbewusst sehr viele Sinne der Kinder geschult und geprägt werden. Bei schönem Wetter machen wir auch gerne mal eine Zwischenmahlzeit im Grünen bei einem Picknick, was die Kinder sichtlich lieben. Bei uns in Halingen entdecken wir jede Menge Tiere, wie Kühe, Pferde, Hühner, Schweine und Hausschweine. Ein- bis zweimal in der Woche gehen wir zu unserem örtlichen Bauern, um Obst und Gemüse frisch ein zu kaufen. Hier sind die Kinder immer willkommen, dürfen entdecken und probieren, worauf sie Lust haben. Auf dem Weg gibt es einen tollen neuen Spielplatz, wo eine schöne Pause eingelegt werden kann.
 


 

Urlaubszeiten

Da meine Kinder schulpflichtig sind, finden unsere Urlaube immer während der Schulferien statt. Die geplanten Termine gebe ich frühzeitig Anfang des Jahres bekannt. Sollte es doch mal zu einem Betreuungsengpass kommen, gibt es hier noch die Möglichkeit eine Urlaubsvertretung über eine Kollegin zu organisieren.
 

Tiere

Wir haben eine vierjährige ausgebildete Hovawart Hündin Namens „Debby“, die von Welpe an bei uns mit im Haushalt lebt. Sie ist von Geburt an, bei dem uns persönlich bekanntem Züchter, mit Kleinkindern vertraut, was uns sehr wichtig war, da unsere Tochter damals auch erst zwei Jahre alt war.

Debby ist immer gerne mit den Kindern zusammen und liebt Streichel- und Spieleinheiten. Zu den Betreuungskernzeiten im separaten Bereich ist sie nicht mit dabei, wobei sie zu den gemeinsamen Spaziergängen natürlich immer mit großer Freude mitkommt. Hier ist es mir sehr wichtig, dass die Tageskinder den richtigen und respektvollen Umgang mit Hunden lernen, was wir von Anfang an gemeinsam üben.

 

Des Weiteren gibt es bei uns ein Süßwasseraquarium  mit vielen bunten Fischen, die immer gerne von den Kindern bestaunt werden. Unser Neuzuwachs sind die beiden Zwergkaninchen „Nala“ und „Paulchen“, die in einem Außenstall in unserem Garten leben und sich gerne füttern und streicheln lassen.

So manches Mal wurden hier schon mit Stolz kleine Leckereien, wie Möhren/Möhrengrün, Salat, oder sonstige verträgliche „Grünabfälle“ von zu Hause mitgebracht.

 

Tagesablauf

Ein geregelter Tagesablauf ist eine wichtige Grundlage für Kinder, um sich optimal entwickeln zu können. Dieser gibt ihnen Sicherheit und ein Gefühl von Geborgenheit, sowie eine Orientierung im Tag. Dazu gehört auch, dass die Bring- und Abholzeiten eingehalten werden, um die Kinder entsprechend darauf vor zu bereiten.
 

Ankunft

Zwischen 7:30Uhr und 8:30Uhr können die Kinder gebracht werden. Auch das Bringen läuft immer gleich ab. Die Eltern helfen noch beim Ausziehen der Jacke und der Schuhe, helfen die Hausschuhe, oder Stoppersocken an zu ziehen. Wir besprechen kurz, ob es irgendwelche Besonderheiten gegeben hat (wie z.B. schlecht geschlafen, die Zähne machen zu schaffen, etwas erkältet usw.).

Danach findet dann die Verabschiedung statt. Mir ist es sehr wichtig, dass die Kinder bewusst verabschiedet werden, da auch dieses zum sicheren Tagesablauf gehört. Das Kind lernt, Mama oder Papa gehen jetzt und es weiß, dass es etwa nach dem Mittagsschlaf wieder abgeholt wird. Meist wird nochmal gedrückt und es gibt ein Küsschen, evtl. Winken am Fenster, das Lieblingskuscheltier wird noch gemeinsam ins Bett gebracht und wartet auf den Mittagsschlaf, usw. Auch dies ist ein immer wiederkehrendes Ritual.
Ab 8:30Uhr begrüßen wir uns noch einmal alle und im Anschluss gibt es ein gemeinsames Frühstück. Hier gibt es die Möglichkeit den Kindern ein Frühstück mit zu geben oder das von mir angebotene Frühstück wahr zu nehmen. Danach können die Kinder frei spielen. Ich biete immer wieder geführte Aktivitäten an, wie zum Beispiel singen, tanzen,  Rollen- und Puppenspiele, bauen, basteln, malen, sowie Aufenthalte im Freien. Die Kinder können, müssen aber nicht am Angebot teilnehmen. Sie können selber entscheiden, ob sie in der Gruppe oder alleine spielen möchten. Dies fordert und fördert die Selbständigkeit.  
Ab 9:30Uhr gehen wir gemeinsam spazieren. Hierzu steht mir ein großer Geschwisterkinderwagen mit zusätzlichem Kiddy Board zur Verfügung. Zu diesem Spaziergang begleitet uns auch mit Freude unser Hund Debby. Hier haben wir verschiedene Ziele, wie z.B. Wald, Felder, zum örtlichen Bauern, Spielplatz. Einmal in der Woche fahren wir auch in eine geführte Spielgruppe speziell für Tageskinder und Tagesmütter.
Während dieser gesamten Vormittagszeit gibt es jederzeit die Möglichkeit für die Kinder etwas zu trinken oder leichte Kost(Obst und Gemüse) zu sich zu nehmen.

Zwischen 11:00Uhr und 12:00Uhr gibt es ein gemeinsames Mittagessen, welches immer frisch zubereitet wird. Die Mitwirkung der Kinder(je nach Alter) bei der Zubereitung ist ein Teil meiner pädagogischen Arbeit. Dabei achte ich auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Im Anschluss folgt die Vorbereitung auf den Mittagsschlaf.

Mittagsruhe

Die Mittagsruhe findet zwischen 12:00Uhr und 14:00Uhr statt. Jedes Kind schläft in mitgebrachten Reisebettchen, je nach Bedarf mit Decke, Schlafsack, Schnuller oder Kuscheltier.
 

Abholzeit

Ab 14:00 können die Kinder von ihren Eltern wieder abgeholt werden. Sobald die Eltern wieder da sind, übernehmen sie wieder das Kind und ziehen es an. Wir besprechen kurz, was wir so unternommen haben, wie es für das Kind war, und ob es sonst irgendwelche wichtigen Vorkommnisse gab. Anschließend verabschiede ich mich noch von Eltern und Kind und sage ihm, wann es das nächste Mal kommt und natürlich dass ich mich darauf freue.
Änderungen im Tagesablauf sind natürlich jederzeit möglich und umsetzbar. Und auch die kleinsten (unter einem Jahr) gestalten ihren Tagesablauf selbstverständlich noch in ihrem eigenen Schlaf- und Essensrhythmus. Sie integrieren sich in eigenem Tempo nach und nach bei den Größeren. Hier ist es immer wieder faszinierend, wie die „Kleinen“  von den „Großen“ lernen und mit welcher Selbstverständlichkeit alles übernommen und nachgeahmt wird.
 

Ziele und Grundsätze meiner pädagogischen Arbeit

Hier können sie meine Vorstellung von Erziehung und Förderung von Kindern im Rahmen der Kindertagespflege einsehen. Dieser Bereich ist sehr weit gefächert und ist von Kultur zu Kultur sehr verschieden und ich möchte mich in den Punkten, die ihnen wichtig sind, gerne mit ihnen abstimmen, sofern es in mein Gesamtkonzept integrierbar ist.

Eine liebevolle Betreuung ist die Grundvoraussetzung für eine gute Entwicklung des Kindes. Spielangebote, Kinderzahl und äußere Eindrücke sind bei mir überschaubar und speziell auf die Altersgruppe der unter 3 jährigen abgestimmt. Die Kleingruppe ermöglicht den Kindern, sich leichter zu orientieren und sich besser individuell entfalten zu können.

Erziehung im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung/Selbstständigkeit
 

Ganz besonders wichtig ist mir der Grundsatz, dass jedes Kind ein Anrecht auf eine gewaltfreie Erziehung hat. Durch einen liebevollen und respektvollen Umgang miteinander möchte ich das Selbstbewusstsein der Kinder aufbauen und stärken. Es ist mir wichtig, das jedes Kind lernt, mir seine Bedürfnisse und Wünsche mitzuteilen. Sie sollen eigene Ideen einbringen und aktiv mithelfen, sie umzusetzen. So lernen die Kinder selbstbewusst und selbstständig zu werden. Ich möchte sie in ihrem Handeln bestärken alles selbst auszuprobieren, wie zum Beispiel sich selber anzuziehen, die Hände zu waschen, die Zähne zu putzen, Spielzeug eigenständig zu holen oder weg zu räumen. Hier ist es mir auch wichtig, dass die Kinder nicht überfordert werden, sondern ihr ganz eigenes Tempo angeben. Jedes Kind hat seinen ganz eigenen Entwicklungsstand und vor allem eigene Stärken und Schwächen, wo sie abgeholt werden wollen.

Förderung  der sozialen Fähigkeiten

Die folgenden Werte sind mir zur Förderung der Gemeinschaft in meiner Tagespflege wichtig:
• Es gibt keine Gewalt
• Wir sind eine Gruppe, in der niemand ausgeschlossen wird
• Gemeinsam sind wir stark
• Wir wollen Spaß miteinander haben
Es bringt jedes Kind ganz individuell seine eigenen Stärken und Schwächen in die Tagespflege mit. Durch gemeinschaftliche Spiele, wie singen, tanzen, musizieren, Bewegungslieder, usw. lernen die Kinder aufeinander zu achten und sich gegenseitig, sowie sich selber mehr wahr zu nehmen. Die Kinder sollen lernen ihre kleinen „Konflikte“ selber zu lösen. So werden sie immer selbstständiger und sicherer.

Freude am Lernen und Wissenserweiterung

Kinder verfügen über ein unerschöpfliches Maß an Neugierde. Diese möchte ich nutzen, um die Tageskinder für all die schönen Dinge, die es zu entdecken gibt, zu sensibilisieren. Mir macht es große Freude, den Entdeckungsdrang mit den Kindern teilen zu dürfen. So manches Mal bin auch ich hier schon sehr überrascht worden.


Sprache

Mit vielen von mir über die Jahre aus gewählten Bilderbüchern, lustigen Reimen, Fingerspielen, und kleinen Rollenspielen (je nach Alter) möchte ich die Freude der Kleinen an der Sprache und am Zuhören wecken. Die Sprache ist ganz eng mit den anderen Bereichen verknüpft und kann so immer wieder mit betont werden.
 

Bewegung

Diese gibt es bei mir reichlich. Wir sind täglich an der frischen Luft mit entsprechender Kleidung unterwegs.  Hier stehen uns ein schöner kindgerechter Garten, der direkt angrenzende Wald und die Felder, sowie ein toller Spielplatz zur Verfügung. Diese bieten lauter Möglichkeiten, die zum Krabbeln, Laufen, Balancieren Toben und Springen anregen. Hier gibt es immer wieder verschiedene Anregungen, etwas zu entdecken und zu erobern.

Außerdem gibt es auch im Haus verschiedene Möglichkeiten, um sich auszutoben (wie z.B. unser Rutschenbus, ein 1 mal 2 Meter großes Tobekissen, das Bällebecken, verschiedene Schaukelmöglichkeiten, wie ein Schaukelschiff, ein kleines Trampolin, usw.).Hier kann ein richtiger Bewegungs-Parcours aufgebaut werden.


Wahrnehmung

Die Wahrnehmung ist ein ganz spannender und breit gefächerter Bereich, der ganz toll gefördert werden kann. Ich möchte meinen Tageskindern dabei helfen, ein Gefühl für ganz verschiedene Dinge, wie Farben, Formen, Musik und Fantasie zu entwickeln. Da Kleinkinder unermüdlich ihre Sinne schulen und schärfen, möchte ich ihnen die Möglichkeit geben, viel auszuprobieren. Dabei gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten, die immer abhängig vom Alter sind. Man kann zum Beispiel mit Knete, Ton, Wasser und Farben wunderbare kleine Kunstwerke schaffen oder einen Fühlparcours anbieten, der sowohl mit den Händen, wie auch mit den Füßen gemeistert werden kann. Hier gibt enorm viele Möglichkeiten, wo sie mich auch gerne auf verschiedene Anregungen ansprechen können.
Ein fester und von den Kindern sehr geliebter Bestandteil sind in meiner Betreuung die Mitmachlieder in Zusammenhang mit Musizieren, Verkleiden, Rollenspiele und Fantasiereisen, welche die Wahrnehmung auch enorm fördern.

             

Natur

Wir gehen regelmäßig auf Forschungsreise in unsere direkt anschließende Natur, wo es ganz viel zu entdecken gibt. Die Kinder haben hier einen ganz anderen Blick, als wir Erwachsenen. So ist es zum Beispiel extrem spannend, ein Mauseloch zu untersuchen, oder ein Vogelnest zu entdecken, mal zu schauen, was sich alles unter Moos oder alter Baumrinde so verbirgt.
 

Ernährung 

Die Ernährung ist eine wichtige Grundlage für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Essen und Trinken sind lebensnotwendige Grundbedürfnisse. Für eine optimale kindliche Entwicklung ist eine abwechslungsreiche, ausreichende und gesunde Ernährung eine wichtige Voraussetzung. Gesunde Ernährung beginnt bei mir nicht erst beim Essen, sondern bereits beim Einkaufen. Die Lebensmittelwahl ist entscheidend. So gehe ich gerne mit den Kindern zu unserem örtlichen Bauern, wo wir frisches Obst und Gemüse der Saison einkaufen. Hier werden die Kinder beim Einkauf mit einbezogen, dürfen Obst und Rohkost probieren und auch mit entscheiden, was gekocht wird. Es ist erstaunlich, das selbst ein 2 jähriges Kind beim Kochen noch genau weiß, wann und wo wir das Gemüse  gekauft haben und was es dort erlebt hat. Diese Erfahrung finde ich enorm wichtig und ich empfinde es so, dass die Kinder auch mit noch mehr Lust essen. Eine gesunde Ernährung bildet eine wichtige Grundlage für das kindliche Bewegungsverhalten. Sie stellt alle wichtigen Nährstoffe bereit und liefert dem Kind die nötige Energie, die für die täglichen Aktivitäten, für das Spiel und die Bewegung benötigt werden. Ich stelle den Speiseplan für die Kinder so zusammen, dass eine schmackhafte und abwechslungsreiche Mischkost angeboten wird. Kinder brauchen viele pflanzliche Lebensmittel, also Obst, Gemüse, Brot und Getränke. Tierische Lebensmittel, wie Fleisch, Wurst und Eier werden nur in Maßen benötigt. Rohes Obst und Gemüse sind besonders wertvoll und werden von den Kindern immer gerne genommen. Sie sind Hauptlieferanten von Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Da besonders bei Babys und Kleinkindern die Verdauungsorgane noch nicht fertig entwickelt sind, nehme ich hier eine möglichst gewürzarme Kost. Erst nach dem 2. Lebensjahr fange ich langsam an etwas zu würzen. Mir ist es wichtig den Spaß der Kinder am Essen zu fördern, was besonders gut gelingt, indem ich die Kinder aktiv an der Essensvorbereitung, d.h. vom Einkauf, über Kochvorbereitungen, je nach Alter beim Kochen beteilige.


Unsere kleinen Tischregeln:

• Wir essen möglichst gemeinsam (altersabhängig)
• Mit Essen wird nicht gespielt
• Gegessen wird nur am Tisch


Sauberkeitserziehung

Sauberkeitserziehung setzt eine gewisse körperliche Reife voraus. Das heißt konkret, dass bestimmte Muskeln und Nervenbahnen ausgebildet sein müssen, damit das Kind seine Blasen und Darmmuskulatur kontrollieren kann. Es ist ein Prozess, wie laufen- oder sprechen lernen. Erst ab einem Alter von eineinhalb bis zwei Jahren merken die Kinder, dass die Harnblase oder der Darm voll sind. Das Kind entscheidet selber, wann es so weit ist. Sobald es Interesse am Töpfchen, oder an der Toilette signalisiert, unterstütze ich es gerne bei seinem Bestreben. Dies bespreche ich mit den Eltern, damit wir hier an einem Strang ziehen und die Sauberkeitserziehung zu Hause und in der Tagespflege gleich abläuft. Wenn es mal ein kleines Missgeschick gibt, reagiere ich gelassen und ruhig, denn alles andere würde das Kind nur beängstigen und zurück werfen. Für die Zeit des Trocken Werdens benötige ich von den Eltern mehr Wechselkleidung, falls doch mal ein Missgeschick passiert.


Regeln und Rituale

Es ist wichtig für die Kinder, dass es immer wieder kehrende Regeln und Rituale gibt. Sie ordnen und strukturieren den Ablauf während der Betreuung. Diese sind sehr wichtige Orientierungspunkte für die Kleinen, sie geben ihnen Sicherheit und erleichtern ihnen den Tagesablauf, sowie auch den Abschied von den Eltern.


Regeln

Diese werden-je nach Alter des Kindes-gemeinsam aufgestellt, um ihnen den Sinn und Zweck verständlich zu machen.
Hier habe ich folgende Regeln:
• Rücksicht auf andere Kinder nehmen
• Spielsachen nicht zerstören
• Nach dem Spielen die benutzten Spielsachen wieder wegräumen
• Bei den Mahlzeiten am Tisch sitzen bleiben
 

Rituale

Die stetige Wiederholung von Ritualen gibt den Kindern Sicherheit und Vertrauen und gehört zum Alltag als fester Bestandteil dazu.
Hier habe ich folgende Rituale:
• Das pünktliche Bringen- und Abholen der Kinder
• Wir begrüßen uns gemeinsam mit einem Lied
• Zwischendurch gibt es immer wieder Fingerspiele und Lieder
• Vorlesen und Bilderbücher ansehen
• Gemeinsames Essen
• Geregelte Ruhephasen/Schlafenszeiten

Informationen zur Eingewöhnungszeit


Der Übergang für ihr Kind  in die Tagespflege ist eine große Herausforderung und es bedarf viel Einfühlungsvermögen. In der Regel ist es für das Kind und auch für sie eines der ersten Male, wo sie für mehrere Stunden voneinander getrennt sind. Da ist es besonders wichtig, dass sie ein gutes Gefühl haben, ihr Kind von mir betreuen zu lassen. Die Eingewöhnungszeit ist eine wichtige Grundlage für eine spätere gute Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kindern und Tagespflegeperson.
In der Grundphase kann das Kind in Ruhe die neue Umgebung erkunden mit dem sicheren Rückhalt der Eltern, die Anfangs immer dabei sind. Die ersten drei Tage gibt es keinen Trennungsversuch. Hier gibt es die Möglichkeit einige grundlegende Dinge zu besprechen. Das Kind hat dann jederzeit die Möglichkeit zu seinem „sicheren Hafen“ zurück zu kehren, wenn es unsicher ist oder es sich noch nicht alleine traut, alles zu erforschen, denn noch bin ich als Tagesmutter fremd und muss mir das Vertrauen auch erst langsam aufbauen und erarbeiten. Hier geben die Eltern jederzeit Hilfestellung und auch Sicherheit, sowie positive Bestärkung. Ihr eigenes Gefühl ist hier sehr wichtig.

Sollten einmal die Vorstellungen zu sehr auseinander weichen, muss überlegt werden, ob es hier eine gemeinsame Lösung gibt oder ob die Zusammenarbeit in dem Falle nicht möglich ist. Gefällt es ihnen bei mir und wir haben auch weitestgehend die gleichen Vorstellungen, steht einer guten Zusammenarbeit in unsere Erziehungspartnerschaft nichts mehr im Wege und wir können weitere Eingewöhnungstermine besprechen. Nun ziehen sie sich als Eltern immer weiter zurück und verhalten sich passiv, so geben sie mir die Möglichkeit, das Vertrauen ihres Kindes zu erobern.
Eine erste Trennungsphase gibt es wenn ihr Kind so weit ist und mich nicht mehr als Fremd ansieht, sich von mir helfen lässt, gegebenenfalls trösten lässt und mit mir spielt. Hier beginnen wir mit kurzen räumlichen Trennungen, was dann immer weiter ausgebaut wird. Hier ist es von Kind zu Kind individuell verschieden, wie lange es für jede Phase braucht. Wichtig ist, dass sie und ich es immer wieder positiv bestärken.
Die Eingewöhnungszeit kann ca. 2-3 Wochen dauern und wird von der Stadt bezahlt und es steht jedem Kind eine Eingewöhnungszeit von 20Stunden zu. Wenn ihr Kind so weit ist, dass die längere Trennung gut klappt, beginnt die Schlussphase, sie können die nähere Umgebung der Betreuungsstätte verlassen, sind aber noch jederzeit abrufbar. Wenn auch das gut klappt, können wir mit der Betreuung starten. Auch hier wird es Tage geben, wo es mal nicht so gut klappt. In diesem Fall können wir gerne zwischendurch telefonieren, um ihnen auch Gewissheit und ein gutes Gefühl für ihre Arbeit geben zu können.


Zusammenarbeit mit den Eltern

Ohne Eltern geht es nicht. Wir bilden eine Erziehungspartnerschaft, in der es sehr wichtig ist, sich immer wieder auszutauschen und die gemeinsamen Vorstellungen ab zu sprechen. Das Kind muss sich auf uns verlassen können. So ist es wichtig, jede Änderung genau ab zu sprechen. Und sollte es einmal ein Problem geben, würde ich mir wünschen, dass es direkt angesprochen wird, damit sich nichts anstaut. Umgekehrt ist es auch immer mein Ziel, alles an zu sprechen, denn das ist auch eine sichere Basis für eine gute Zusammenarbeit.  Hierbei gilt zu beachten, dass nicht alles in der Gegenwart der Kinder besprochen werden kann und darf. In diesem Fall biete ich gerne die Möglichkeit eines späteren Telefongespräches oder eines gesonderten Treffens an, um sich dann in Ruhe zu besprechen.
 

Was muss mitgebracht werden

Es ist mir wichtig, dass immer eine Grundausstattung an Ersatzkleidung und Pflegeprodukten vor Ort ist, so muss nicht jeden Tag eine Tasche gepackt werden und es kann in der Eile auch nichts vergessen werden.
Dazu gehört: ausreichend Windeln, Feuchttücher, Wundschutzcreme, Ersatzkleidung, Schnuller, Schlafsack oder Decke, Gummistiefel, Stoppersocken/Hausschuhe, Matschhose und Jacke
 

Sicherheit im Haus

Da ich selber Mutter bin, habe ich mit den Jahren einige Erfahrungen gemacht und mir sind die mögliche Gefahrenquellen bekannt. So sind bei mir alle Steckdosen gesichert, Regale sind fest an der Wand montiert, Ecken sind zusätzlich abgeklebt, Klemmschutzvorrichtungen sind an den Türen angebracht, Treppengitter sind angebracht, giftige Pflanzen werden erst gar nicht gekauft, Putzmittel und Medikamente werden separat außer der Reichweite der Kinder aufbewahrt, das Außengelände ist eingezäunt. So habe ich mich bemüht, alles altersgerecht kindersicher zu machen. Dennoch ist das keine Garantie, denn kleinere Unfälle können passieren.
 

Medikamentengabe

Medikamente werden nur in Absprache mit den Eltern verabreicht, wenn für das Kind eine dringende Notwendigkeit besteht. In diesem Fall wird ein ärztliches Attest vorgelegt, das eine erforderliche Einnahme bestätigt und welches eine genaue Medikation angibt. Eine Medikamentengabe muss schriftlich fest gehalten und von den Eltern abgezeichnet werden.
Für den kleinen Notfall steht eine Hausapotheke bereit, die aber auch genau abgesprochen wird.
 

Gesundheit und Hygiene in der Tagespflege

Bitte geben sie mir  rechtzeitig Bescheid, wenn ihr Kind erkrankt ist. Denn grundsätzlich gilt „kranke Kinder gehören zu ihren Eltern“ und unter krank verstehe ich schlappe, fiebernde Kinder, Magen-Darmerkrankungen, sowie jegliche Art von Krankheit, die ansteckend ist und für erhebliches Unwohlsein des Kindes sorgt. Eine leichte Erkältung zählt für mich nicht dazu. Hiermit möchte ich auch vorbeugen, dass die anderen Kinder, sowie auch ich, sich nicht anstecken.
Und bitte denken sie daran, dass ihnen von Gesetz her eine Arbeitsbefreiung zusteht, wenn ihr Kind krank ist.
Wenn am Nachmittag alle Kinder abgeholt worden sind, gehört selbstverständlich für mich eine Grundreinigung der Betreuungsräume dazu, damit die Kinder sich auch weiterhin bei mir wohl fühlen.
 

 

Dokumentation der Entwicklung

Gerade in den ersten 3 Lebensjahren legt der Lernzuwachs ihres Kindes ein enormes Tempo vor. Es ist mir sehr wichtig, dass die Eltern erfahren, was ihre Kinder bei mir gelernt haben und welche Fortschritte es gibt. Da die Kinder viel Zeit bei mir verbringen, dokumentiere ich die Fortschritte. Meine regelmäßigen Beobachtungen halte ich schriftlich fest. Über die Beobachtungen spreche ich regelmäßig mit den Eltern. So bekommen sie einen besseren Einblick in das Verhalten und in die Entwicklung ihres Kindes bei mir. In einem von ihnen mitgebrachten Ordner werden dann die Beobachtungsbögen und die Kunstwerke ihres Kindes gesammelt. Sie können dies jederzeit einsehen und mit mir besprechen. Am Ende der Betreuungszeit bekommt ihr Kind die Mappe als Erinnerung mit nach Hause.
 

Hier werden folgende Bereiche beobachtet und dokumentiert:
• Alltägliche Verhaltensweisen
• Grob-und Feinmotorik
• Sprache
• Spieltätigkeit
• Sozial-emotionale Entwicklung
• Umwelterfassung
• Körperpflege

 

Fachlicher Austausch und Fortbildungen

Einmal im Monat findet ein regelmäßiges Treffen von Tagesmüttern und-Vätern statt, um sich auszutauschen und wichtige Informationen weiter zuleiten. Hier werden zusätzlich immer wechselnde Themen besprochen, es werden Spielideen und Förderungsangebote für die Tageskinder angeboten. In Menden werden die Tagesmütter und-Väter regelmäßig von dem für uns zuständigen Sozialdienst Katholischer Frauen (kurz SKF) zu Fort- und Weiterbildungen eingeladen, an denen ich auch immer gerne teilnehme.
Ich besuche jede Woche eine Spielgruppe für Tageskinder und Tagesmütter, in der wir uns auch immer wieder austauschen können und auch gegebenenfalls mal Tipps zu auftretenden Problemen besprechen können.
Alle drei Jahre nehme ich an einem Erste-Hilfe-Kurs für Babys und Kleinkinder teil.
 

 

Nachwort

Mein Ziel ist es, jedes Kind an seinem momentanen Entwicklungsstand ab zu holen und es individuell mit Spaß und Freude weiter zu fördern. Ich fördere das Kind in seiner Persönlichkeitsentwicklung, Motorik, Sprachentwicklung, Sinneswahrnehmung, Kreativität und Fantasie durch Bewegungsspiele, eine klare Sprache, Geschichten und Verse, gezielt  ausgesuchte altersgerechte Spiele und Lieder, die immer wieder zum mitmachen anregen. Ich verwende viele natürliche Materialien zum Basteln, für Spiele und Sinneswahrnehmung. Ich möchte jedes einzelne Kind in seinem Willen und Selbstvertrauen stärken und fördern. Die Kinder bekommen unterschiedliche Unterstützung, Ermutigung, werden getröstet und positiv bestärkt, sie lernen Geduld zu haben, werden gelobt und freuen sich über kleine Aufgaben, z.B., wenn sie mal einem jüngeren Kind helfen dürfen, was das Miteinander positiv bestärkt und eine tolle Erfahrung im Hinblick auf den Kindergarten ist. Ich möchte den Kindern einen Ort bieten, wo sie sich geborgen fühlen und immer gerne kommen möchten. Hier sollen sie sich individuell entwickeln können, sich rundum wohlfühlen und gefördert werden.
Liebe Eltern es ist schwierig, alles in Worte zu fassen, was mir wichtig ist. Da ich mich individuell auf jedes Kind einstelle, bin ich in vielen Punkten flexibel und wir können ihre Wünsche in einem persönlichen Gespräch genauer besprechen. Diese Homepage soll ihnen einen grundsätzlichen Einblick und Eindruck meiner Tagespflegestelle geben. Sie soll ihnen helfen, ein erstes Gefühl dafür oder auch dagegen zu bekommen.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass mir die Zusammenarbeit viel Freude und Spaß macht und ich für mich die richtige Entscheidung getroffen habe, mich beruflich nochmal zu verändern. Auch meine Kinder freuen sich täglich auf die kleinen Tageskinder und fragen immer sofort nach ihnen, wenn sie aus der Schule kommen. Mein Ziel ist es, ihr Kind in einem liebevollen Umfeld mit viel Geduld, Wärme, Zeit, Ruhe und Gelassenheit zu betreuen und zu fördern.